Willkommen beim Technischen Hilfswerk Weißenfels
T wie Technik
H wie Hilfe
W wie weltweit
Das Technische Hilfswerk (THW) ist eine Bundesanstalt, die dem Bundesinnenministerium des Inneren untersteht. Untergliedert in acht Landes- und Länderverbände engagieren sich in insgesamt 665 Ortsverbänden derzeit mehr als 70.000 ehrenamtlich tätige Helferinnen und Helfer im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes.
Das Technische Hilfswerk ist mit seinem breiten Einsatzspektrum im In- und Ausland anerkannt.
THW-Helferinnen und -Helfer sind im Einsatz, retten Menschenleben und bergen Sachgüter, ob bei Eisenbahnunglücken, bei Hochwassern, und vielen anderen Einsätzen, wo kompetente technische Hilfe gefragt ist. Im Ausland sind die Helferinnen und Helfer gefragt, bei der Trinkwasseraufbereitung und Aufbau von Flüchtlingslagern, nach Erdbeben oder seit Jahren bei den Einsätzen zum Wiederaufbau in Bosnien-Herzegowina. Die Männer und Frauen des THW sind ein Garant für kompetente Hilfe.
Wir helfen ...
immer dann, wenn unser Können und die technisch hochwertige Ausstattung benötigt werden, um die Folgen von Katastrophen, größeren Schadensereignissen oder schweren Unfällen zu bewältigen. Im Rahmen seiner überörtlichen Einsatzstruktur unterstützt das Technische Hilfswerk die lokalen Kräfte anderer Hilfeleistungsorganisationen und von Behörden in vielfältiger Weise.
Seit 1963 setzen Bundesregierung, Europäische Union (EU) und UNO-Flüchtlingskommissar (UNHCR) das THW im Ausland ein, wenn es darum geht, die Not der Menschen nach Erdbeben und Überflutungen oder bei Trockenheit und nach Kriegen zu lindern.
Unsere Hauptaufgabe...
ist die Technische Hilfe. Mit Technik und Verstand retten wir Menschen und Tiere aus Gefahrenlagen und bergen bedrohte Sachwerte. Wir überbrücken vorübergehend ausgefallene Versorgungseinrichtungen, leisten Räumarbeiten und richten Wege und Übergänge her.
Der "Technische Zug" ist die Basiseinheit.
Er umfasst einen Führungstrupp, zwei Bergungsgruppen und eine Fachgruppe.
Der Zug Trupp ist insbesondere zuständig für
- Lageerkundung, -erfassung, -beurteilung, -beobachtung, -meldung,
- Auftragsauswertung und -erstellung,
- Koordinierung des Fachgruppeneinsatzes,
- Anforderung von Verstärkung bzw. Ablösung (örtlich und überörtlich),
- Regelung der Logistik für die eigene Einheit und für beigestellte THW-Einheiten,
- Verbindung zu Einsatzleitungen, anderen Organisationen und Einheiten.
Die 1. Bergungsgruppe ist die universellste Gruppe.
Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet. Inder Regel wird diese Gruppe mit ihrem Gerätekraftwagen I (GKW I) auch zuerst zum Einsatz kommen (Schnelleinsatz Gruppe/SEG). Sie wird ergänzt und unterstützt durch die2. Bergungsgruppe oder durch Fachgruppen, oder aber sie unterstützt diese.
Die 2. Bergungsgruppe ist mit zusätzlichen schwereren Komponenten ausgerüstet; in erster Linie im Bereich der Erzeugung von elektrischer, pneumatischer und hydraulischer Energie und entsprechenden Endgeräten hierzu.
Der Einsatz erfolgt weitgehend stationär am Schwerpunkt des Einsatzgeschehens. Die besondere technische Leistungsfähigkeit des Gerätekraftwagens II (GKW II) erfordert die Zuordnung besonders geschulter Maschinisten (für Elektrik, Pneumatik, Hydraulik).
Die Fachgruppe Beleuchtung macht die Nacht zum Tage. Mit den verschiedensten Beleuchtungsmitteln (bodengebunden und frei schwebend) können Einsatzstellen, Bereitstellungsräume oder Veranstaltungsorte großflächig und blendfrei ausgeleuchtet werden.
Die Fachgruppe Brückenbau ermöglicht bei Beschädigung von Übergängen und Brücken denkurzfristigen Ersatz, so dass der Verkehr bis zu deren Wiederherstellung aufrechterhalten werden kann. Bedingt durch die Ausstattung kann sie andere Fachgruppen beim Bewegen und Transportieren schwerer Lasten unterstützen.
Als "mobiles Elektrizitätswerk" liefert die Fachgruppe Elektroversorgung Strom mit Aggregaten bis 320 kVA. Mit der mobilen Kraftstation kommt sie dort zum Einsatz, wo vorübergehend größerer Energiebedarf zu decken ist und repariert notfalls Versorgungsanlagen.
Bei größeren Einsätzen mit vielen Einsatzkräften ist eine Systematisierung des Informationsaustauschesnotwendig. Hierfür wurde die Fachgruppe Führung & Kommunikation geschaffen.
Die Fachgruppe Infrastruktur erbringt die Grundleistung des THW auf dem Gebiet der Ver- und Entsorgung. Darunter fällt Haus- bzw. Gebäudeanschlüsse mit Ver- und Entsorgungssystemen und höhere Anforderungen in Netzen, Fernleitungen.
Die Fachgruppe Logistik ist das zentrale Serviceunternehmen für alle THW-Einheiten. Sie versorgt umfassend die THW-Einheiten im Einsatz mit Verbrauchsgütern, Verpflegung und durch Maßnahmen zur Materialerhaltung.
Die Fachgruppe Ölschaden wird eingesetzt bei Großschadensfälle mit Mineralöl und chemisch ähnlichen Produkten. Dabei wird es aufgenommen und separiert.
Die Fachgruppe Ortung schafft bei schwierigen Schadenslagen die Voraussetzungen für die Rettung Verschütteter, indem sie die Lage von Personen ermittelt. Ihre Einsatztaktik setzt auf die Kombination von Bergungsspezialisten. qualifizierten Rettungshunden und elektronischem Ortungsgerät. Weitere Aufgaben sind z. B. Vermisstensuche oder Aufspüren von Leckagen an Versorgungsleitungen.
Die Fachgruppe Räumen arbeitet bei der schweren Bergung und der Räumung zusammen mit den Bergungsgruppen unter Einsatz des Räumgerätes (Radiader oder Bagger), des Kippers, des Kompressors mit Bohr- und Aufbrechhämmern und ggf. mit der Sprengausstattung.
Die Fachgruppe Sprengen führt Schneefeldsprengen bis hin zum Deichsprengen durch. Aber auch Kleinsprengungen gehört mit zu den Aufgaben, wie unterspülte und verbogene Schienenstränge trennen oder einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen. Durch gezielte Sprengungen lassen sich auch Waldbrände eindämmen oder bei Großbränden Rauchabzugsöffnungen, Eindring- bzw. Löschöffnungen herstellen.
Die Fachgruppe Trinkwasserversorgung begegnet Ereignissen, die die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser unterbrochen haben oder gefährden. Die Spezialisten des THW sind in der Lage, Trinkwasser herzustellen, zu transportieren, zu fördern und zu verteilen.
Hauptaufgabe der Fachgruppe Wassergefahren ist das Retten, Bergen und Arbeiten an und auf dem Wasser. Die Wasserfahrzeuge sind pontonförmige Arbeitsboote mit absenkbarer Bugklappe, die das Be- und Entladen am Ufer oder auch auf dem Wasser erheblich verbessert. Ergänzt werden diese beiden Boote durch zwei Schlauchboote mit fester Unterschale. Es besteht die Möglichkeit zum Bau von schwimmenden Arbeitsplattformen.
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen ist mit ihrer hohen Pumpleistung bei der Bekämpfung von Überflutungen und Überschwemmungen bestens geeignet.
Die Fachgruppe SEEBA (Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland) ist eine Zusammenfassung von Spezialisten des THW, die ständig durch besondere Ausbildung auf Auslandseinsätze vorbereitet werden.
Die Fachgruppe SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasserversorgung-Ausland) kümmert sich um dem Themenkomplex Trinkwasserversorgung. Darunter zählt die Erkundung, die mobile Trinkwasseraufbereitung, die Analyse, ein First Aid-Consulting und die Wiederherstellung der Wasserversorgung.
SEEBA und SEEWA Taktik: Da sich etwa 72 Stunden nach einem Schadensereignis die Aussichten auf Lebendbergungen rapide verschlechtern, muss die SEEBA schnell eingesetzt werden können. Im Einsatz fall stehen rund 70 Helfer mit ihrer Ausrüstung innerhalb von 6 Stunden nach Einsatzauftrag durch das Auswärtige Amt zur Verladung bereit.